{"id":381,"date":"2025-04-26T16:38:10","date_gmt":"2025-04-26T15:38:10","guid":{"rendered":"https:\/\/web27.sr11.firestorm.ch\/dlw2024\/?p=381"},"modified":"2025-04-26T16:38:10","modified_gmt":"2025-04-26T15:38:10","slug":"das-gleichnis-von-den-talenten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/web27.sr11.firestorm.ch\/dlw2024\/2025\/04\/26\/das-gleichnis-von-den-talenten\/","title":{"rendered":"Das Gleichnis von den Talenten"},"content":{"rendered":"\n<p>In der Bibel erz\u00e4hlt Jesus das Gleichnis von den Talenten. Wir lesen nachfolgenden wie es Evangelist Matth\u00e4us aufgeschrieben hat:\n<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Denn gleichwie ein Mensch, der ausser Landes reiste, seine eigenen Knechte rief und ihnen seine Habe \u00fcbergab: und einem gab er f\u00fcnf Talente, einem anderen zwei, einem anderen eins, einem jeden nach seiner eigenen F\u00e4higkeit; und alsbald reiste er ausser Landes. Der die f\u00fcnf Talente empfangen hatte, ging aber hin und handelte mit denselben und gewann andere f\u00fcnf Talente. Desgleichen auch, der die zwei empfangen hatte, auch er gewann andere zwei. Der aber das eine empfangen hatte, ging hin, grub in die Erde und verbarg das Geld seines Herrn. Nach langer Zeit aber kommt der Herr jener Knechte und h\u00e4lt Rechnung mit ihnen. Und es trat herzu, der die f\u00fcnf Talente empfangen hatte, und brachte andere f\u00fcnf Talente und sagte: Herr, f\u00fcnf Talente hast du mir \u00fcbergeben; siehe, andere f\u00fcnf Talente habe ich zu denselben gewonnen. Sein Herr sprach zu ihm: Wohl, du guter und treuer Knecht! \u00fcber weniges warst du treu, \u00fcber vieles werde ich dich setzen; gehe ein in die Freude deines Herrn. Es trat aber auch herzu, der die zwei Talente empfangen hatte, und sprach: Herr, zwei Talente hast du mir \u00fcbergeben; siehe, andere zwei Talente habe ich zu denselben gewonnen. Sein Herr sprach zu ihm: Wohl, du guter und treuer Knecht! \u00fcber weniges warst du treu, \u00fcber vieles werde ich dich setzen; gehe ein in die Freude deines Herrn. Es trat aber auch herzu, der das eine Talent empfangen hatte, und sprach: Herr, ich kannte dich, dass du ein harter Mann bist: du erntest, wo du nicht ges\u00e4t, und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast; und ich f\u00fcrchtete mich und ging hin und verbarg dein Talent in der Erde; siehe, da hast du das Deine. Sein Herr aber antwortete und sprach zu ihm: B\u00f6ser und fauler Knecht! du wusstest, dass ich ernte, wo ich nicht ges\u00e4t, und sammle, wo ich nicht ausgestreut habe? So solltest du nun mein Geld den Wechslern gegeben haben, und wenn ich kam, h\u00e4tte ich das Meine mit Zinsen erhalten. Nehmet nun das Talent von ihm und gebet es dem, der die zehn Talente hat; denn jedem, der da hat, wird gegeben werden, und er wird \u00dcberfluss haben; von dem aber, der nicht hat, von dem wird selbst, was er hat, weggenommen werden. Und den unn\u00fctzen Knecht werfet hinaus in die \u00e4ussere Finsternis: {O. in die Finsternis draussen} da wird sein das Weinen und das Z\u00e4hneknirschen.\u00a0\u00a0 <\/p>\n\n\n\n<p>Matth\u00e4us 25, 14-30<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Talent nicht gleich F\u00e4higkeit<\/h2>\n\n\n\n<p>\nUm es gleich vorwegzunehmen, in diesem Gleichnis wird nicht von F\u00e4higkeiten oder Gaben geredet, die ein Mensch haben kann. Da wir diese W\u00e4hrungseinheit nicht kennen, nehmen wir den Begriff gerne und verwenden ihn f\u00fcr die F\u00e4higkeiten, die wir besitzen. Dieser Begriff &#8222;Talent&#8220; ist aber ein finanzieller Begriff. Ein Talent ist demnach ein Geldbetrag, f\u00fcr den ein Tagel\u00f6hner ca. 6&#8217;000 Tage arbeiten muss. Damit sie das besser vorstellen k\u00f6nnen, mache ich nun ein Rechenbeispiel. In der Schweiz liegt der durchschnittliche Mindestlohn f\u00fcr einen ungelernten Arbeiter bei ca. CHF 3&#8217;300.00. Pro Tag verdient dieser ca. CHF 152.00. In der heutigen Zeit entspr\u00e4che demnach ein Talent der Summe von ca. CHF 912&#8217;000.00 (oder etwa EUR 570&#8217;000.00). Bei diesen Zahlen rechne ich sehr vorsichtig. Wir werden auf diese Zahlen sp\u00e4ter noch zur\u00fcckkommen.\n<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Definition des Begriffs &#8222;Habe&#8220;<\/h2>\n\n\n\n<p>\nIn Vers 14 lesen wir, dass ein Mensch verreist und seine Habe seinen Knechten gab. Das Wort Habe ist eigentlich nicht mehr so gebr\u00e4uchlich bei uns. Das Wort aus dem Urtext wird darum auch als Besitzt\u00fcmer, Verm\u00f6gensg\u00fcter, Reichtum, Eigentum oder Wohlstand \u00fcbersetzt. Es geht also nicht einfach um eine Kleinigkeit, sondern da sind Werte vorhanden. Auch die Tatsache, dass dieser Mensch drei Knechte hat, zeugt von seinem Wohlstand. Die Parallelstelle in Lukas 19 redet sogar von 10 Knechten.\n<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Drei Knechte mit unterschiedlichen F\u00e4higkeiten<\/h2>\n\n\n\n<p>\nErstaunlich ist, dass dieser Mensch sein Reichtum von 8 Talenten (= CHF 7&#8217;296&#8217;000.00) seinen Knechten gab. Anscheinend brauchte dieser Mensch f\u00fcr die Zeit der Abwesenheit diesen Reichtum nicht und er hatte auch grosses Vertrauen in seine Knechte, dass diese mit dem Geld etwas anfangen k\u00f6nnen. So heisst es in Vers 15, dass die Summe sich nach den F\u00e4higkeiten des jeweiligen Knechtes richtete. Stellen Sie sich vor, dass Sie nur ein Talent, also CHF 912&#8217;000.00 erhalten w\u00fcrden. Wie w\u00fcrden Sie reagieren? Wie w\u00fcrden Sie sich f\u00fchlen? Was w\u00fcrden Sie mit dem Geld machen? W\u00fcrden Sie aus dem anvertrauten Geld ein Profit machen?\n<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Vertrauen in die F\u00e4higkeiten der Knechte<\/h2>\n\n\n\n<p>\nNun, dieser Mensch hatte das Vertrauen in seine Knechte. Er war \u00fcberzeugt, dass sie das Geld vermehren k\u00f6nnen. Als er zur\u00fcckkam, kam er auch mit einer Erwartungshaltung, dass er mit seinen Knechten abrechnen k\u00f6nnte (V. 19). Darum war seine Reaktion auf den Knecht, der sein Talent wieder zur\u00fcckbrachte auch so hart. Er hatte mehr Initiative von ihm erwartet. Wenigstens ein wenig Zins. Bei dieser Summe w\u00e4re auch bei einem niedrigen Zinssatz doch noch eine Summe dazugekommen.\n<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Knechte hatten &#8222;dunamis&#8220;<\/h2>\n\n\n\n<p>\nWie bereits gesagt, wurde die Summe nach den F\u00e4higkeiten der Knechte verteilt. Im Griechischen wird f\u00fcr das Wort F\u00e4higkeiten &#8222;dunamis&#8220; verwendet, das mit Talent, K\u00f6nnen oder Bef\u00e4higung \u00fcbersetzt werden kann, aber auch mit Kraft, Wunder zu wirken. Das gleiche Wort wird in Apg 1, 8 verwendet:\n<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist; und ihr werdet meine Zeugen sein, sowohl in Jerusalem als auch in ganz Jud\u00e4a und Samaria und bis an das Ende der Erde.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>\nDiese Bibelstelle wird oft angef\u00fchrt, um uns zu zeigen, dass wir die Bef\u00e4higung haben, ein Zeuge Christi zu sein. Ist es nicht ermutigend zu wissen, dass wir alles N\u00f6tige haben, um das Evangelium weiterzugeben? So haben die Knechte in diesem Gleichnis auch alle F\u00e4higkeiten in sich, um mit dem anvertrauten Verm\u00f6gen weise umzugehen.\n<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Handeln ist gefragt<\/h2>\n\n\n\n<p>\nSobald die erfolgreichen Knechte das Geld empfingen, fingen sie an, damit zu handeln. Nur wenn das Geld arbeiten kann, dann kann es sich auch vermehren. Es steht nicht geschrieben, was die Knechte gemacht haben (ausgenommen der dritte Knecht, der das Geld vergrub). Anscheinend bringt das Geld einen gewissen Zuwachs, solange es nicht vergraben wird. In der heutigen Zeit w\u00fcrde das Geld durch die Umsetzung einer Gesch\u00e4ftsidee oder durch Finanzgesch\u00e4fte zunehmen. In der Parallelstelle in Lukas sagt sogar der Mensch, der ausser Land geht, zu den Knechten, dass sie handeln sollen (Luk. 19,13). So waren zwei Knechte gehorsam und einer wusste es anscheinend besser. Das Resultat zeigt, wer recht hat.\n<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wo finden wir uns in diesem Gleichnis?<\/h2>\n\n\n\n<p>\nWas ist nun die Auslegung dieses Gleichnisses? Der Mensch, der sich f\u00fcr eine gewisse Zeit verabschiedet hat, ist Jesus. Er war auf dieser Erde, verreiste sozusagen in den Himmel, um dann wieder zu kommen. Uns Menschen hat Er den Auftrag gegeben, mit den anvertrauten G\u00fctern zu handeln. Vielleicht sagen sie jetzt, dass ihnen Jesus niemals eine solche Summe wie oben beschrieben gegeben hat. Das mag sein, wenn sie die Summe als einmal ausbezahlt betrachten. Nehmen wir nochmals den Arbeiter, der CHF 3&#8217;300.00 im Monat verdient. W\u00fcrde sein Lohn \u00fcber die Jahre gleich bleiben und er w\u00fcrde 45 Jahre arbeiten, dann hat er CHF 1&#8217;782&#8217;000.00 brutto verdient. Jesus ist ihr Versorger, daher kommt das Geld von Ihm und nicht von ihrem Arbeitgeber. Jesus benutzt den Arbeitgeber als Kanal, damit das Geld zu ihnen fliessen kann. Somit haben sie von Jesus eine grosse Summe erhalten und dar\u00fcber m\u00fcssen sie Rechenschaft ablegen. Sie haben f\u00fcr dieses Geld gearbeitet, doch nun soll dieses Geld auch f\u00fcr sie arbeiten! Mir ist klar, dass ein grosser Teil des Geldes f\u00fcr den Unterhalt ausgegeben wird, doch lassen sie auch einen Teil f\u00fcr sie arbeiten. Das ist weise und Jesus hat es uns geboten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Bibel erz\u00e4hlt Jesus das Gleichnis von den Talenten. 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